Presse
Hier finden Sie Informationen zu aktuellen Themen und Entwicklungen aus unserem Klinikum.
Das Ökumenische Hainich Klinikum wird am 28. März beim Berufsorientierungstag in Leinefeld und am 29. März bei der Bildungsmesse in Mühlhausen vertreten sein.
- Berufsorientierungstag Leinefelde: 28. März 13 - 18 Uhr in der Obereichsfeldhalle
- Bildungsmesse MHL: 29. März von 10 - 15 Uhr am Berufsschulcampus Unstrut-Hainich (Stand 16)
Unser Team freut sich auf interessante Gespräche und Vernetzung!
Am 12. März 2025 fand in der Hainich Akademie eine feierliche Verabschiedung von Dr. med. Thomas Bauer, den bis dato leitenden Arzt des MVZ Radiologie am ÖHK, in seinen wohlverdienten Ruhestand statt. Dr. med. Katharina Schoett, Ärztliche Direktorin im ÖHK, würdigte in ihren Begrüßungsworten seine langjährige Karriere und dankte ihm für seine Verdienste für den Fachbereich.
Dr. Bauer, der die Radiologie im ÖHK bedeutend mitgestaltet hat, wird fehlen. „Mit seinem breiten Fachwissen und seiner besonnenen und stets freundlichen Art war er für uns alle ein unglaublich guter Lehrer – ohne dabei lehrhaft zu wirken.“ berichtet Dr. med. Sylvia Mikulik. Sie tritt seine Nachfolge an und wird die Radiologie zukünftig leiten. Bereits seit 6 Jahren arbeiten beide zusammen und haben ein eingespieltes Team aufgebaut. Zudem ist sie mit den Strukturen und Abläufen bestens vertraut und somit optimal auf ihre neuen Aufgaben vorbereitet.
Das Klinikum hat die Geschehnisse aus der Zeit des Nationalsozialismus mehrfach aufgearbeitet, um dieses Kapitel der Geschichte für zukünftige Generationen wachzuhalten und dem Leitbild gerecht zu werden. Daher fand die diesjährige Ethikwoche Ende Februar unter dem Titel „Lebendiges Erinnern“ statt. Das Ethikkomitee präsentierte ein abwechslungsreiches Programm, das dieses Jahr auch externe Interessierte ansprach.
Die Woche begann mit dem ersten von zwei Workshops zur medizinischen Ethik, „Krankenpflege im Wandel der Zeit“, geleitet von Dörte Ernst vom Lernort Weimar e.V. Dieser thematisierte das berufliche Selbstverständnis und die Verantwortung von Pflegekräften. Am Abend wurde die öffentliche Theatervorführung „Ausradiert“ des „stellwerk jungen theaters“ aus Weimar gezeigt, die das Schicksal der Opfer der NS-Eugenikverbrechen in Thüringen eindrucksvoll beleuchtete. Zwei weitere Aufführungen von „Ausradiert“ wurden speziell für Schulklassen angeboten und fanden großes Interesse. Beide Veranstaltungen waren bis auf den letzten Platz gefüllt.
Am Mittwoch hielten Hanna Brögeler (M.A. Psychotherapie) und Dr. Diana Schieck (Psychologin) den Fachvortrag „Psychotherapie und Antisemitismus“. Ihre Ausführungen verbanden psychotherapeutische Ansätze mit der Auseinandersetzung mit Antisemitismus.
Am Donnerstag führte Dr. Marc Bartuschka in seinem Vortrag „Im Nirgendwo zwischen Auschwitz und Bergen-Belsen“ in die Geschichte eines wenig bekannten KZ-Außenlagers am Stadtwald Mühlhausen ein. Er vermittelte eindrucksvoll die Gründung und den Aufbau des Lagers sowie das erschütternde Schicksal der dort inhaftierten Zwangsarbeiter:innen und Häftlinge.
Den Abschluss bildete ein Vortrag und ein kurzer Spaziergang mit Dr. Falk Walther, der den Teilnehmenden Einblicke in die Geschichte der Stolpersteine auf dem Klinikgelände gab.
Die diesjährige Ethikwoche stieß auf großes Interesse und wurde von 504 Personen besucht. Die rege Teilnahme und lebhaften Diskussionen zeugen von einem starken Engagement für dieses wichtige Thema und helfen, das Erinnern lebendig zu halten.
Der Verein „For Life e.V.“ engagiert sich intensiv für den Bau des Hospizes im Mühlhäuser Ortsteil Pfafferode. Mit großem Einsatz und kontinuierlichen Spendenaktionen treibt der Verein das Projekt voran. Nach dem symbolischen Spatenstich am Welthospiztag im vergangenen Jahr, konnten am 12. März 2024 die Bauarbeiten für das Hospiz Evelyn offiziell beginnen. Seitdem schreitet der Bau zügig voran, und ein bedeutender Meilenstein wurde mit dem Einmauern einer Zeitkapsel erreicht. Nun steht der Rohbau, und am 12. Oktober 2024 wurde das Richtfest gefeiert – ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Fertigstellung. Diese ist für Ende 2025 geplant, das Hospiz wird dann Platz für zwölf Gäste bieten.
Das Gebäude entsteht auf einer quadratischen Fläche von rund 40 x 40 Metern. Im Herzen des Hospizes liegt ein großzügiger Innenhof von etwa 15 x 20 Metern, der durch einen überdachten Terrassenbereich direkt mit dem Gemeinschaftsraum verbunden ist. Dieser Innenhof bietet den Gästen einen geschützten, ruhigen Außenbereich. Jedes der zwölf Zimmer verfügt zudem über eine eigene Terrasse mit Blick in den umliegenden Park, wobei die Gestaltung so konzipiert ist, dass die Betten der Gäste bei Bedarf auch nach draußen gebracht werden können. So wird es den Gästen ermöglicht, die Natur auch im Liegen zu genießen.
Ein weiteres zentrales Element des Hospizes ist der „Raum der Stille“, der sowohl Gästen als auch ihren Angehörigen einen Rückzugsort für innere Einkehr bietet. Die Gemeinschaftsräume sind für gemeinsame Aktivitäten und Gespräche mit Angehörigen vorgesehen, können aber auch flexibel als Wohnzimmer genutzt werden. Entlang der Flure sorgen kleine Nischen für diskrete Rückzugsmöglichkeiten und ermöglichen vertrauliche Gespräche in privater Atmosphäre außerhalb der Zimmer.
Das Richtfest bot eine passende Gelegenheit, um erneut auf die laufenden Spendenprojekte hinzuweisen. Der Verein hat das Ziel, 2,5 Millionen Euro zu sammeln, um anteilig die Baukosten zu decken. Doch die Herausforderung endet nicht mit der Fertigstellung: Auch während des laufenden Betriebs muss eine Finanzierungslücke geschlossen werden. Die Krankenkassen übernehmen 95 Prozent der Tagessätze, den restlichen Anteil muss der Verein selbst finanzieren. Um dies langfristig zu sichern und den Bau fertigstellen zu können, sucht „For Life e.V.“ weiterhin 2.000 Haus-Paten, die jeweils 500 Euro spenden.
Das Richtfest wurde von den drei beteiligten Partnern feierlich eröffnet: dem Hospizverein „For Life e.V.“, der Betreiberin Diakonie Doppelpunkt e.V. sowie dem Bauherrn, dem Ökumenischen Hainich Klinikum. Nach der Begrüßung folgten Grußworte der EU-Abgeordneten Marion Walsmann, des Bundestagsabgeordneten Christian Hirte, des Landtagsabgeordneten Jonas Ubrach, sowie Jeremi Schmalz in Vertretung von Landrat Thomas Ahke und des Oberbürgermeisters Dr. Johannes Bruns. Anschließend sprach der Zimmermann den traditionellen Richtspruch. Die Gäste hatten danach die Gelegenheit, die zukünftigen Räumlichkeiten des Hospizes zu besichtigen.
Die Fertigstellung des Hospizes Evelyn markiert nicht nur einen wichtigen Schritt für die Palliativversorgung in der Region, sondern setzt auch ein starkes Zeichen für das Engagement der Gemeinschaft für würdiges Leben und Sterben. Wir möchten deshalb alle Bürger weiterhin anhalten tatkräftig zu spenden.
Nach knapp 2 Jahren wurde der Neubau des Service- und Logistikgebäudes am ÖHK fertiggestellt. Insgesamt waren 26 Firmen aus der Region Thüringen an diesem Projekt beteiligt, einschließlich Tief- und Straßenbau. Von diesen waren alle 100 % regionale Unternehmen, unterstützt von 10 Planungsbüros, was die lokale Wirtschaft stärkt und Arbeitsplätze sichert.
Das Gesamtbudget für das Logistikgebäude betrug rund 6,7 Millionen Euro. Davon entfiel ein Fördermittelanteil für die Automaten-Technologie in der Apotheke. Gefördert wurde die hochmoderne Ausstattung und Technik vom Freistaat Thüringen und durch die Mittel der Aufbau- und Resilienzfazilität (ARF) der Europäischen Union. Die neuen Automaten in der Apotheke ermöglichen eine effiziente und sichere Arzneimittelversorgung. Der Kommissinierautomat ist ein automatisiertes Warenlager, um Arzneimittel und andere pharmazeutische Produkte schnell und effizient zu verwalten. Durch eine vollautomatische Ein- und Auslagerung und mittels der digitalen Unterstützung innerhalb der Warenpflege werden Arbeitsabläufe effizienter gestaltet. Der Automat zur Verblisterung stellt ein wichtiges Element innerhalb des elektronischen Medikationsprozesses dar. Ab Oktober werden Arzneimittel patientenindividuell in der Apotheke bereitgestellt und in kleinen, einem Patienten zugeordneten Verpackung auf die Stationen geliefert. Mittels der Verblisterung wird der manuelle Stellprozess auf Station durch einen hochautomatisierten, qualitätsgesicherten Produktionsprozess in der Apotheke abgelöst und schafft somit einen Effizienz- und Zeitgewinn für das Pflegepersonal sich deren Kernkompetenzen, der Pflege und Betreuung der Patientinnen und Patienten zu widmen.
Das neue Gebäude bietet neben der hochmodernen Apotheke mit den Automaten, ein modernes Wirtschaftslager mit Hochregallager, eine große Werkstatt, eine neue Gärtnerei sowie ein großer separater Lagerraum. Im Obergeschoss wurden moderne Büro-, Konferenz- und Aufenthaltsräume sowie großzügige Sanitär- und Umkleidebereiche eingerichtet.
Das Dach des Gebäudes ist mit einer leistungsstarken Photovoltaikanlage ausgestattet, die eine Leistung von 100 kWp bietet. Die Außenanlagen umfassen eine große Carportanlage mit Waschplatz und Stellplätzen für Entsorgungscontainer sowie eine neue Doppelgarage für Krankenwagen.
Besonders hervorzuheben sind auch die technischen Einrichtungen des Gebäudes: Die Warmwasser- und Heizungsversorgung erfolgt durch Fernwärme, unterstützt durch die Photovoltaikanlage. Die Apotheke und die Büroräume sind mit moderner Lüftungs- und Klimatisierungstechnik ausgestattet. Zudem stehen elf E-Ladesäulen für die elektrische Fahrzeugflotte zur Verfügung.
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